Sechs Kinder, zwei Stunden, zahlreiche Karten und diverse Fragen, die nicht nur Erwachsene seit Jahren beschäftigen: Was genau passiert da eigentlich mit unserem Klima? Was bedeutet Klimawandel eigentlich? Und was haben wir damit zu tun?
Beim Klima-Puzzle der Grünen Möglingen im Bürgerhaus machten sich sechs Kinder zwischen neun und elf Jahren gemeinsam mit den beiden Moderatorinnen Dana und Andrea auf die Suche nach Antworten.
Das Prinzip: nicht vorsagen, sondern selbst herausfinden. Was ist Ursache, was Wirkung? Was hat CO₂ damit zu tun? Was ist der Unterschied zwischen Überflutung und Überschwemmung? Welche Folgen haben Dürren, Eisschmelze oder Unwetter? Und überhaupt: Was ist CO₂ eigentlich genau?
Nicht jeder Begriff ging leicht über den Tisch. Dafür wussten die Kinder erstaunlich viel, und diskutierten, sortierten, fragten nach und lachten sich zwischendurch durch die Klimawissenschaft.
Das Klima-Puzzle basiert auf Erkenntnissen aus den Berichten des Weltklimarats IPCC. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie anspruchsvoll: Erst verstehen, wie die Zusammenhänge funktionieren. Dann überlegen, was sich verändern lässt.
Nach knapp zwei Stunden, die deutlich schneller vorbei waren als manche Schulstunde, wurde aus Theorie schließlich Praxis. In Gruppen konnten die Kids mögliche Lösungen gegen die Klimafolgen - so hatten sie ihr selbst erarbeitetes Klimapuzzle genannt - malen, basteln, gestalten.
Die Mädchen gestalteten ein Bild mit einer klaren Botschaft: öfter Bus und Bahn statt Auto. Die Jungs gingen das Problem etwas baulicher an: Aus Zahnstochern entstand ein symbolischer Schutzzaun gegen Überschwemmungen. Und weil ein Zaun allein offenbar nicht genügt, folgte gleich die nächste Erfindung: ein großer Schwamm aus Q-Tips, der künftig Hochwasser einfach aufsaugen soll.
Erst gemeinsam puzzeln, wie Klima funktioniert, was Klimawandel eigentlich heisst und welche Folgen das auf Natur und Menschen hat. Um dann in Teams gemeinsam Lösungen zu entwickeln: Mehr Bahn, weniger Auto, mehr Naturschutzgebiete für Artenschutz und Zäune bzw. Schwämme gegen Hochwasser. (Bilder: OV Möglingen)
Zum Abschluss wurden die Konstruktionen und Bilder den Eltern präsentiert.
Und während Erwachsene über Klimaanpassungsstrategien, Infrastruktur und Verkehrswende diskutieren, hatten sechs Kinder die Sache längst auf den Punkt gebracht:
Weniger Auto. Besserer Hochwasserschutz. Und zur Sicherheit ein sehr großer Schwamm.