Es gibt Menschen, die setzen sich für einen Austausch an einen Konferenztisch. Andere wählen den Stammtisch. Und dann gibt es die Möglinger Grünen, die finden: Warum nicht öfter einmal einfach loslaufen?
So führte der monatliche „Walk & Talk“ Ende Mai vom CVJM-Heim über Feldwege und blühende Wiesen Richtung Asperg. Das Thermometer hatte durchaus eigene politische Vorstellungen von Sommer, doch der Blick auf den Hohenasperg entschädigte für einige Schweißperlen. Wer mitlief, merkte schnell: Hier geht es weniger um Parteiprogramme als um das, was Menschen beschäftigt – vom Dorfleben über gemeinsame Aktionen bis zu den kleinen und großen Geschichten des Alltags.

Nach rund zwei Kilometern war dann Zeit für den zweiten Grünen Stammtisch des Jahres. Im Garten von Vico's trafen die Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf weitere Aktive aus Markgröningen und Asperg. Es wurde erzählt, diskutiert und gelacht – nicht zwingend in dieser Reihenfolge.
Besonders interessant waren die Einblicke aus Asperg: Kreisrätin Karin berichtete von kommunalen Themen und von der neu gegründeten Gruppe „Omas gegen Rechts unterm Asperg“. Vor allem aber ging es um Begegnungen, neue Kontakte und den Austausch über das, was den Alltag im kommunalen Miteinander prägt.
Als die Sonne langsam nachließ, ging es durch die milde Abendluft zurück nach Möglingen. Der Weg war derselbe, die Gespräche natürlich nicht. Das ist vielleicht die eigentliche Stärke des Formats: Wer miteinander läuft, redet miteinander. Und manchmal entstehen die besten Ideen eben nicht zwischen Tagesordnungspunkt drei und vier, sondern irgendwo zwischen Feldweg, Biergarten und Abendhimmel.
Oder anders gesagt: Demokratie braucht manchmal keine großen Bühnen – sondern lediglich ein paar gute Schuhe und einen freien Platz am Tisch.