Am 28. März war es, nach einem ersten Durchlauf im vergangenen Jahr, wieder so weit: Zusammen mit vielen fleissigen Helferinnen und Helfern, gross und klein, hat der Ortsverband Möglingen von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN erneut die Gemarkungs-Putzete in und für Möglingen veranstaltet. Wieder wunderbar unterstützt und ausgerüstet durch den Bauhof Möglingen.
Samstagmorgen, 9 Uhr: Greifer und Warnwesten, Müllsäcke und Arbeitshandschuhe liegen bereit, ausserdem Brezeln, Wasser und auch heisser Tee für die eifrigen Müllsammler. Denn auch wenn die Sonne scheint, zeigt der Märzmorgen mit 2 Grad nochmal seine kalte Seite. Das hält aber weder Jakob, noch Amelie und Hanna mit Papa Michael und auch den jungen Vater mit seinen drei Söhnen nicht davon ab, bei der Putzete dabei zu sein. Die beiden Schülerinnen haben sogar ihre eigenen, professionellen Greifzangen mitgebracht, da sie auch in ihrer Freizeit immer wieder losziehen, und die Natur von achtlos weggeworfenem Müll säubern.
Und wieder wurde in kürzester Zeit viel Müll gesammelt. (Bild: OV Möglingen)In kürzester Zeit stapelten sich die Müllsäcke mit dem gesammelten Unrat. Und was die vielen Helferinnen und Helfer alles fanden - jede, jeder hatte von irgendeinem kuriosen Fund zu berichten: Eine Puppe, ein kaputter Hammer, ein einzelner Turnschuh mit Loch, ein verkratztes Küchenmesser. Aber leider war auch wieder viel achtlos Weggeworfenes dabei, wie Bonbonpapiere, Glasflaschen, Zigarettenstummel, Taschentücher. Entsorgt wurde alles in einer vom Bauhof bereitgestellten Mulde.

12 Uhr Mittag: Zahlreiche Müllsäcke später begutachten alle stolz ihr Werk: So viel wurde gesammelt, so viel Müll liegt weniger am Bahndamm, im Gebüsch beim Leudelsbach, auf zahlreichen Geh- und Fahrradwegen, in Unterführungen und Parkplätzen herum. Eine letzte Brezel, ein letzter Schluck Tee, dann gehen alle zufrieden nach Hause. Das machen wir im nächsten Jahr wieder!
Unser ganz besonderer Dank gilt Amelie, Hanna, Jakob und den drei Jungs, die an ihrem ersten Osterferientag bei der Putzete geholfen haben. Und natürlich auch allen grossen Helferinnen und Helfer, die fleissig Unrat gesammelt haben. Ein herzliches Dankeschön an den Bauhof, der uns auch in diesem Jahr wieder mit Warnwesten, Arbeitshandschuhen, Greifern und Müllsäcken unterstützt hat.
Kleine Reste, große Wirkung: Warum Zigarettenstummel und Taschentücher nicht in die Natur gehören!
Alle Helferinnen und Helfer der Möglinger Putzete haben sie auch wieder zahlreich gefunden und entsorgt: Zigarettenstummel oder benutzte Taschentücher. Viele denken, das sei nicht so schlimm – schließlich besteht doch beides aus Papier. Tatsächlich belasten diese kleinen Abfälle die Umwelt jedoch stärker, als man auf den ersten Blick vermutet.
Zigarettenstummel sind kein Papiermüll. Der Filter einer Zigarette besteht meist aus einem Kunststoff namens Celluloseacetat. Dieses Material baut sich in der Natur nur sehr langsam ab – oft dauert es 10 bis 15 Jahre, bis ein Zigarettenstummel weitgehend zerfallen ist. In dieser Zeit werden Schadstoffe freigesetzt, die beim Rauchen im Filter hängen bleiben: zum Beispiel Nikotin, Schwermetalle und andere Giftstoffe. Gelangen diese Stoffe in den Boden oder ins Wasser, können sie Pflanzen, Mikroorganismen und Tiere schädigen. Schon ein einzelner Zigarettenstummel kann mehrere Liter Wasser verunreinigen.
Taschentücher sind ebenfalls problematischer, als sie wirken. Zwar bestehen sie aus Papierfasern, doch sie sind oft behandelt oder mehrlagig verarbeitet, damit sie besonders reißfest und weich sind. Deshalb brauchen sie in der Natur mehrere Wochen bis Monate, um sich vollständig zu zersetzen. Außerdem können benutzte Taschentücher Krankheitserreger enthalten, die sich in der Umwelt verbreiten. Und nicht zuletzt stören sie schlicht das Landschaftsbild – ob im Park, auf Spielplätzen oder im Wald.
Das Gute ist: Die Lösung ist ganz einfach. Zigarettenstummel und Taschentücher gehören in den Mülleimer – oder werden unterwegs kurz eingesteckt, bis einer erreichbar ist. So bleibt nicht nur unser schönes Möglingen sauber, und Boden, Wasser und Tiere werden geschützt.