Es braucht offenbar nicht viel für einen gelungenen Sommerabend in Möglingen: ein paar Boulekugeln, das kleine „Schweinchen“, den Bürgerhausplatz – und Menschen, die Lust haben, spontan mitzuspielen.
Knapp zehn Interessierte waren unserer Einladung gefolgt. Doch dabei blieb es nicht lange. Wer gerade vom Einkaufen kam, mit dem Hund unterwegs war oder eigentlich nur kurz vorbeischauen wollte, blieb stehen. Und ehe man sich versah, hatte der eine oder die andere schon eine Kugel in der Hand und warf eifrig mit. Das Gassigehen mit dem Hund? Muss noch kurz warten.
(Fotos: OV Möglingen) Es wurden gezielt, geworfen, mal getroffen, mal weit daneben gelegt, ausgemessen, diskutiert, und am Ende freuten sich alle Mitspieler und Mitspielerinnen, mal lauter, mal leiser.
Sicherheitshalber hatten wir die Spielregeln ausgedruckt. Gebraucht haben wir sie kaum. Ein erfahrener Boule-Spieler aus der Möglinger Montagsgruppe – die derzeit offenbar größtenteils im Urlaub weilt – erklärte die entscheidenden Feinheiten direkt am Platz. Beispiele gefällig? Eine Kugel an der Bande ist aus. Und wer das „Schweinchen“, also die kleine Zielkugel, wirft, darf auch gleich den ersten Wurf machen. Wieder etwas gelernt.
Der Abend zeigte sich vor allem eines: In Möglingen schlummern ungeahnte Boule-Talente. Manche Kugeln landeten gekonnt oft direkt neben der Sau. Anfängerzufall? Natürlich. Es wurde gemessen - in Ermangelung eines Meterstabs auch ganz einfach mit der Schuhlänge, gefachsimpelt und vor allem viel gelacht.
Nach zwei Stunden war jedenfalls klar: Das war erstaunlich schnell vorbei.
Und ebenso klar war der allgemeine Tenor: Das machen wir wieder. Vielleicht erneut mit Boulekugeln. Vielleicht aber auch mit Kubb-Hölzern. Der Bürgerhausplatz ist schließlich groß genug für weitere ungeahnte Talente.